So wirkt eine Impfung
Der Impfstoff enthält abgeschwächte oder abgetötete Erreger bzw. einzelne Erregerbestandteile. Das Immunsystem bildet daraufhin Antikörper und Gedächtniszellen – ohne dass Ihr Kind die Krankheit durchmachen muss.
Neue Praxisadresse: Leibnizstraße 53Ab dem 17.06.2026 befindet sich die Praxis in der Leibnizstraße 53, 2. OG, 10629 Berlin – Leibnizkolonnaden, Charlottenburg.
Impfungen gehören zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen der Medizin. Wir impfen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und besprechen jeden Impftermin persönlich mit Ihnen.
Der Impfstoff enthält abgeschwächte oder abgetötete Erreger bzw. einzelne Erregerbestandteile. Das Immunsystem bildet daraufhin Antikörper und Gedächtniszellen – ohne dass Ihr Kind die Krankheit durchmachen muss.
Geimpfte Kinder sind vor schweren Verläufen und bleibenden Folgeschäden geschützt – etwa vor Hirnhautentzündung, Lähmungen, Taubheit oder Krebserkrankungen im späteren Leben.
Eine hohe Impfquote schützt auch Säuglinge, chronisch kranke Kinder und Menschen, die selbst nicht geimpft werden können (Herdenschutz).
Reaktionen wie Rötung an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Müdigkeit sind normal und klingen meist nach ein bis drei Tagen ab. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten individuell.
Ab der 6. Lebenswoche (Schluckimpfung)
Schützt vor: Schwere Magen-Darm-Infektionen mit Erbrechen und Durchfall.
Rotaviren sind die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen bei Säuglingen. Sie können rasch zu gefährlicher Austrocknung und Klinikaufenthalten führen. Die Schluckimpfung ist gut verträglich und wird als Tropfen gegeben.
2., 4. und 11. Lebensmonat (Frühgeborene zusätzlich im 3. Monat)
Schützt vor: Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B.
Diese sechs Erkrankungen können bei Säuglingen lebensbedrohlich verlaufen – Keuchhusten mit Atemstillständen, Hib mit Hirnhautentzündung, Tetanus mit Muskelkrämpfen. Eine Spritze schützt gleichzeitig gegen alle sechs Erreger und reduziert die Zahl der Einstiche.
2., 4. und 11. Lebensmonat
Schützt vor: Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Blutvergiftung und Hirnhautentzündung.
Pneumokokken sind die häufigsten Erreger bakterieller Lungen- und Hirnhautentzündungen im Kleinkindalter. Gerade in den ersten zwei Lebensjahren ist das Risiko für schwere Verläufe hoch.
Men B ab dem 2. Lebensmonat, Men C im 2. Lebensjahr
Schützt vor: Bakterielle Hirnhautentzündung und Sepsis (Blutvergiftung).
Meningokokken-Erkrankungen sind selten, verlaufen aber oft dramatisch schnell und können innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Bleibende Schäden wie Hörverlust oder Amputationen sind möglich – die Impfung beugt gezielt vor.
11. – 14. Lebensmonat, zweite Impfung mit 15 – 23 Monaten
Schützt vor: Masern, Mumps und Röteln.
Masern schwächen das Immunsystem über Jahre und können eine Gehirnentzündung oder die immer tödliche Spätfolge SSPE auslösen. Mumps kann zu Taubheit und Hodenentzündung führen, Röteln in der Schwangerschaft zu schweren Fehlbildungen. In Deutschland besteht für Kita und Schule eine Masern-Nachweispflicht.
11. – 14. Lebensmonat, zweite Impfung mit 15 – 23 Monaten
Schützt vor: Windpocken und spätere Gürtelrose.
Windpocken verlaufen meist harmlos, können aber bakterielle Hautinfektionen, Lungen- oder Gehirnentzündungen verursachen. Wer geimpft ist, trägt das Virus nicht in sich und erkrankt später deutlich seltener an Gürtelrose.
9. – 14. Lebensjahr, zwei Impfungen (Mädchen und Jungen)
Schützt vor: Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs an Penis, After, Mund und Rachen, Feigwarzen.
HPV wird beim Geschlechtsverkehr übertragen und ist für nahezu alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Vor dem ersten Kontakt geimpft, ist der Schutz am höchsten – deshalb empfehlen wir die Impfung früh, für Mädchen und Jungen gleichermaßen.
5. – 6. Lebensjahr sowie 9. – 16. Lebensjahr (z. B. zur J1)
Schützt vor: Anhaltender Schutz vor Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio.
Der Impfschutz lässt mit den Jahren nach. Auffrischungen halten ihn aufrecht – und schützen Jugendliche zugleich davor, Keuchhusten an Säuglinge weiterzugeben.
Nach individueller Beratung
Schützt vor: FSME (Zecken), Hepatitis A, Influenza, Typhus, Tollwut u. a.
Vor Fernreisen, Ferienlagern oder Aufenthalten in FSME-Risikogebieten prüfen wir den Impfstatus und stellen einen individuellen Impfplan auf – inklusive internationalem Impfausweis.
| Alter | Impfung |
|---|---|
| 6. Lebenswoche | Rotaviren (1. Schluckimpfung) |
| 2. Lebensmonat | Sechsfachimpfung, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken B |
| 4. Lebensmonat | Sechsfachimpfung, Pneumokokken, Meningokokken B |
| 11. – 14. Lebensmonat | Sechsfachimpfung, Pneumokokken, Meningokokken B und C, MMR, Windpocken |
| 15. – 23. Lebensmonat | MMR und Windpocken (2. Impfung) |
| 5. – 6. Lebensjahr | Auffrischung Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten |
| 9. – 14. Lebensjahr | HPV (zwei Impfungen, Mädchen und Jungen) |
| 9. – 16. Lebensjahr | Auffrischung Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio (z. B. zur J1) |
Versäumte Impfungen holen wir jederzeit nach. Bringen Sie zu jedem Termin bitte den Impfausweis mit – wir prüfen den Impfstatus und beraten Sie individuell.
Impftermine können zu den Sprechzeiten sowie jederzeit nach Vereinbarung gebucht werden – bequem online über die 321med Online-Rezeption.